Wer sind wir und was machen wir

"Kurzfassung":

Unsere Vereinsgründung geht auf den 29. Juni 1902 zurück.

Wir durften also dieses Jahr (2014) ein ganz spezielles "Feuerwehr-Jubiläum" feiern: 112 Jahre Musikzug Emsbüren.

Das war Grund genug, mit der uns sehr eng verbundenen aktiven Wehr der FFW ein Konzert unter dem Motto "Wasser-Musik" zu veranstalten. Stattgefunden hat es am 30.03.2014 unter großer Beteiligung der Emsbürener Einwohner im Foyer und Vorhof der Liudger Realschule Emsbüren.

Wir sind eine Gemeinschaft von momentan 39 Musikern|innen und gehören zur Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren.

Feste Spieltermine sind die Schützenfeste in unserer Gemeinde - wir waren aber auch schon beim großen Schützenumzug 2014 in Uelsen (Grafschaft Bentheim) dabei.

Wir veranstalten in unregelmäßigen Abständen ein größeres (Motto-)Konzert.

Auch in Bad Bentheim waren wir schon mehrere Male im Kurpark.

Regelmäßige Termine sind der Herzogsmarkt, die Florianmesse, die Fronleichnamsprozession, das Pfarrfest und gelegentlich einige Umzüge zu St. Martin.

Unser Repertoire reicht von klassischen Stücken über Märsche bis hin zu Pop Stücken und Medleys.

Flöte, Klarinette, Saxophon, Posaune, Tenorhorn, Trompete, Tuba und Percussion/Schlagzeug wird bei uns gespielt.

Unser jüngster Musiker ist 15 Jahre alt, der älteste stolze 86 (musizieren hält halt jung).

Mit dem Gemeindemusikdirektor Manfred Hachmer besitzen wir seit vielen Jahren einen hochqualifizierten musikalischen Leiter. Sein Vertreter ist Kreisstabführer Friedhelm Fehren.

1. Vorsitzender ist Jürgen Laumann, 2. Vorsitzende Yvonne Huilmann.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Ursula Nie (Kassenwartin), Bernhard Quaing (Protokollführer), Resi Hasken (Notenwartin) sowie Alexandra Kortland-Fehren (Zeugwartin).

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Ausführliche "Lang-Fassung":

(Auszug aus der Festschrift zum 100 jährigen Bestehen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren)

Historie

Am 29.Juni 1902 wird die „Feuerwehrkaplle“ von einigen musikgegeisterten Emsbürenern gegründet. Der erste Kapellmeister ist der Malermeister Böhmer, Er leitet die Kapelle bis zu seinem Tod im Jahr 1905.

Fortan übernimmt Theodor Poll den Dirigentenstab. Im Jahre 1911 gestaltete der Musikzug die Feiern zum 25-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren, verbunden mit Verbandstagung und Fahnenweihe.

Er begleitet die Kapelle durch die schwere Zeit des Ersten Weltkrieges. Aus Altersgründen übergibt Theodor Poll im Jahr 1919 den Dirigentenstab an den Bäckermeister Hermann van Lengerich.

Während des 1. Weltkrieges war Hermann van Lengerich Musiker in einem Regimentsmusikkorps, wo er sein musikalisches Können und Wissen wesentlich erweitert hatte. Durch intensive Arbeit und aufgrund seiner Erfahrung kann er nun die Kapelle zu beachtlichen Leistungen bringen.

Als er im Jahre 1928 stirbt, übernimmt der Seilermeister Bernhard Denker seine Stelle.

Nach sieben Jahren, im Jahr 1935, sieht er sich leider veranlasst, den Dirigentenstab niederzulegen.

In dieser schweren Zeit wagt sich der Buchbinder Heinrich Fröhlich, geboren am 10. Januar 1899, an die Leitung der Kapelle, in der er bereits seit 1919 als Trompeter tätig ist. Im Jahr 1936 gestaltet der Musikzug die Feiern zum 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren.
Seinem Idealismus und seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass sich der Musikzug nach dem 2. Weltkrieg wieder zusammenfindet. Zu Proben lädt er persönlich ein, indem er mit dem Fahrrad bei jedem einzelnen Musiker vorbeifährt. Ohne viel Worte erklärt er, was zu tun ist und jeder fügt sich.

In den 40 Jahren als Dirigent des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren erreichen die Leistungen wieder ein beachtliches Niveau.

Für seine Verdienste im Bereich der Feuerwehrmusik wird ihm am 8. Mai 1968 das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen.

Als er 1975 im Alter von 76 Jahren stirbt, übernimmt Helmut Oldekamp die Leitung der Kapelle.
Als Funkoffizier und Nachrichtentechniker war er in Süddeutschland und bei der Handelsmarine tätig. 1965 verschlug es ihn mit seiner Familie nach Leschede. Als Posaunist war er auch bald Mitglied der Feuerwehrkapelle.
Als er jedoch im Herbst 1976 wieder in seine alte Heimatstadt nach Lingen zieht, findet sich kein geeigneter Nachfolger.

Die Musiker finden immer seltener zusammen und die Leistungen sanken auf den Nullpunkt.

Durch beherztes Engagement des Gemeindedirektors Sielker kommt 1977 der Musiklehrer Willy Kadell nach Emsbüren.

Willy Kadell wurde am 19. April 1922 in Dülmen geboren. 1930 zog die Familie nach Bad Bentheim. Seine Großeltern und Eltern musizierten gern, da war es nur natürlich, dass auch er eine musikalische Ausbildung brauchte. Diese erhielt er in der Zeit vom 1937 – 1941 an der privaten Orchester-musikschule in Rheine. Seine Instrumente sind Trompete, Klavier und Cello. 1941 meldete er sich zum Musikcorps der Luftwaffe in Lippstadt als Flügelhornist. Nach dem Krieg gründete er mit seinem Bruder Franz in Bentheim eine Musikschule für Berufsmusiker. 1951 übernahm er den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen und arbeitet bei der Firma Hecking. 1970 wird er wieder Berufsmusiker, er bekommt eine Stelle als Musiklehrer an der Realschule und unterrichtet an der Musikschule und am Gymnasium St. Arnold.

Später übernimmt er auch noch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wettringen, den Spielmannszug Sutrum-Harum und gründet ein Akkordeon-Orchester.

Aufgrund seiner mehr als 30jährigen Erfahrung als Kapellmeister gelingt es ihm, innerhalb eines Jahres den Musikzug Emsbüren neu aufzubauen. Besonders bemüht er sich um eine neu Altersstruktur des Musikzuges und erreicht somit eine Verjüngung der Kapelle. Durch die Teilnahme an Musikwettstreiten gibt Willy Kadell den Musikern Anreiz zu besonders fleißigem Üben und Proben. So kann er die Leistungen der Kapelle wesentlich steigern.

Nach dem ersten sehr harten und mühsamen Jahr (1977-1978) ging es leistungsbezogen sehr schnell aufwärts. Der Musikzug wurde wieder zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben Emsbürens.
So gibt der Musikzug zum Beispiel im November 1981 zusammen mit dem Spielmannszug Leschede den „Großen Zapfenstreich“ anlässlich der Verabschiedung des ehemaligen Bürgermeisters Franz Silies.

1982 feiert Willy Kadell seinen 60. Geburtstag. Dazu gratulieren seine Musikzüge der Freiwilligen Feuerwehren Emsbüren, Neuenkirchen und Wettringen, sowie der Spielmannszug Sutrum-Harum mit einem Festakt im Saal Evering, einem Umzug durch Emsbüren und anschließendem Platzkonzert. Über dieses Ereignis wird in allen Zeitungen des Umkreises (Lingen, Neuenkirchen, Rheine) berichtet.

Im November des gleichen Jahres feiert der Musikzug sein 80-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet am 12. November ein Kommersabend statt, zu dem auch befreundete Musikvereine eingeladen sind. Am folgenden Tag gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Konzertnachmittag und der Mitwirkung in der Vorabendmesse.

Am 27. April 1984 verleiht der Deutsche Feuerwehrverband Willy Kadell, in Würdigung hervorragender Leistungen auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens, das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren im Jahr 1986, wirkt der Musikzug beim Kommersabend und Festumzug mit. Zusätzlich gibt es ein Platzkonzert sowie den „Großen Zapfenstreich“. (...)

Am 15. Juli 1989 erhält Willy Kadell für seine besonderen Leistungen das Bundesehrenabzeichen in Gold des Bundes Deutscher Blasmusik- und Volksmusikverbände.

Nicht nur in der Gemeinde Emsbüren, auch über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus hat sich der Musikzug inzwischen einen guten Ruf erworben. So kommt es zu regelmäßigen Stadtpark- und Kurkonzerten in Rheine und Bad Bentheim. Häufig folgt der Musikzug auch Einladungen anderer Feuerwehrverbände im Kreisgebiet (z.B. Kreisfeuerwehrtag in Beesten, Juli 1989) und Nachbarkreisen (100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nordhorn). Zusätzlich veranstaltet der Musikzug alle zwei Jahre ein Konzert in eigener Regie.

Im September des Jahres 1990 spielt der Musikzug den „Großen Zapfenstreich“ zusammen mit dem Spielmannszug Leschede anlässlich der Verabschiedung des Gemeindedirektors Hermann Sielker.

Am 15. Dezember 1991 verleiht der Deutsche Feuerwehrverband Willy Kadell (...) das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Bei der Feier zum 90-jährigen Jubiläum am 25. Oktober 1992 wird Willy Kadell die Verdienstmedaille in Gold des Bundes Deutscher Blasmusik- und Volksmusikverbände verliehen, eine Auszeichnung, die nur sehr wenigen Musikern zuteil wird.

Im Verlauf des Jubiläumskonzertes übergibt Willy Kadell den Dirigentenstab an seinen Sohn Herbert.

Bei der Beerdigung von Willy Kadell am 16. Februar 1996 erscheinen alle seine Musikzüge. Auch hieran wird deutlich, welche große Leistungen er im Bereich der Musik und auch der Gemeinschaft erbracht hat. Die Verbundenheit mit seinen Musikern ist auch noch nach seinem Tode gegeben.

Herbert Kadell, geboren am 18. Juli 1953, erhielt seine musikalische Ausbildung von seinem Vater. 1965 begann er als Trompeter im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen. 1973/1974 war er als Trompeter bei der Bundeswehr-Tanzkapelle „The Starfighters 36“ des Jagdbomber-geschwaders 36 in Rheine. Anschließend studierte er an der Musikhochschule Münster und der Landesmusikakademie NRW in Heek. Seit 1977 ist er als 1. Trompeter Mitglied des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren.

1986 gründet er das Akkordeon-Orchester und die Blaskapelle Holthausen-Biene. Als Musiklehrer bildet er überwiegend Jugendliche und Kinder in den Fächern Trompete, Schlagzeug, Klavier, Akkordeon und Keyboard aus.

Im Musikzug Emsbüren führt er die Arbeit seines Vaters in gewohnter Qualität weiter und treibt die Leistungen der Kapelle weiter voran. Auch bemüht er sich sehr um Nachwuchs. Er bildet ihn auch hier selbst aus.

Die Tradition der zweijährigen Konzerte bleibt bestehen, damit die Musiker auch in der Öffentlichkeit ihre Leistungen immer wieder unter Beweis stellen können. Auch die Beteiligung am kulturellen Leben in Ort und Außerhalb wächst.

1993 besucht der Musikzug zusammen mit dem Musikverein Holthausen-Biene deren Partnerkapelle in Haussy, Frankreich. Anlass ist eine Einladung zum „Fete des petit animaux“, einem Volksfest mit großem Umzug. Zum Abschluss des Besuches findet ein gemeinsames Konzert aller Kapellen statt. Die Kritiken in den französischen Zeitungen sind hervorragend. Von nun an findet ein regelmäßiger Austausch der Kapellen statt, jeweils eine Probenwoche mit Abschlusskonzert.

1994 wird Herbert Kadell für 25-jährige Mitgliedschaft in der aktiven Wehr geehrt. Josef Fröhlich erhält das Bundesehrenabzeichen in Gold des Bundes Deutscher Blasmusik- und Volksmusikverbände.

(...)

1998 absolviert Herbert Kadell den B-Kurs, die höchste Ausbildungsstufe für Dirigenten im Amateurbereich. Im gleichen Jahr wird er zum Kreisstabführer für den Landkreis Emsland ernannt.

Auf der Jahresdienstversammlung der Feuerwehr wird August Elsner für 60-jährige Zugehörigkeit geehrt, sein Sohn Heiner Elsner erhält für 40-jährige Zugehörigkeit zum Musikzug das Bundesehren-abzeichen in Gold des Bundes Deutscher Blasmusik- und Volksmusikverbände. Ein Jahr später wird Paul Arning für 50-jährige Zugehörigkeit zum Musikzug geehrt.

Im Frühjahr 1999 trifft Herbert Kadell eine schwere Krankheit. Für die folgende Zeit der Schützenfeste fällt er daher aus. Die Proben sowie die Auftritte erfolgen in dieser Zeit in Eigenregie. Die Führung übernimmt Friedhelm Fehren, da er bereits in die Grundlagen der Dirigiertechnik eingeführt wurde und entsprechende Wochenendseminare besucht hatte.

Nach der Sommerpause nimmt Herbert Kadell seine Tätigkeit wieder auf. Es beginnen nun die Planungen für das nächste Konzert. Dieses sollte seiner Vorstellung nach ein besonderes werden und zwar ein gemeinsames seiner beiden Kapellen. Dafür stellt er ein Programm hohen Anspruchs zusammen mit Stücken, die eine Kapelle aufgrund ihrer Besetzung alleine nicht aufführen kann.

(...)

Als er im Mai 2000 einen krankheitsbedingten Rückschlag erleidet, entsteht bis zur Sommerpause wieder die gleiche Situation wie im Vorjahr. Innerhalb dieser Zeit macht sich Herbert Kadell das Gemeinschaftskonzert zur Lebensaufgabe. Er arbeitet hart mit beiden Musikzügen zusammen daran, die ausgewählten Musikstücke einzustudieren. Leider stirbt er am 14. Dezember 2000.

Da Herbert Kadell es verstanden hat, unter den Mitgliedern des Musikzuges einen Zusammenhalt ganz besonderer Art zu schaffen, wie in einer großen Familie, entscheiden sich beide Musikzüge für das am 21. Januar 2001 geplante Konzert. Jürgen Löbbers vom Musikzug Neuenkirchen, ein Schüler von Willy Kadell, erklärt sich dazu bereit, die dafür noch notwendigen Proben und das Konzert zu leiten.

Die Musiker stellen noch einmal alle ihre spielerischen Fähigkeiten unter Beweis. Das Konzert ist ein voller Erfolg.

Es lässt sich zunächst kein geeigneter Nachfolger finden. Die Proben verlaufen wieder in Eigenregie, die Leistungen sinken.

Im Frühjahr 2001 erklärt sich Manfred Hachmer, Lehrer an der Musikschule, bereit, zunächst den Musikzug zu übernehmen.

Er wurde geboren am 13.11.1958 in Boppard / Rhein. Hier bekam er mit 12 Jahren seinen ersten Trompetenunterricht und wurde Mitglied im Mittelrheinischen Jugendblasorchester.

Nach Abitur und Wehrdienst studiert er Schulmusik und Biologie für das Lehramt an Gymnasien in Mainz. Parallel dazu leitet er ein Jugendblasorchester im Rhein-Hunsrück-Kreis.

1983 wird er Lehrer an der Musikschule des Emslandes und Leiter des Musikvereins Dalum. 1991 legt er die künstlerische Reifeprüfung für Trompete in Enschede / NL ab. Als Trompeter bestreitet er diverse Solokonzerte mit Orgel, Klavier oder Kammerorchester.

Innerhalb kurzer Zeit kann er die Leistungen der Kapelle wieder steigern. Im Oktober des Jahres gestaltet der Musikzug Emsbüren zusammen mit dem Musikzug Spelle-Venhaus das Jubiläumskonzert „50 Jahre Sammlung Woche für die Blinden“.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr ist über die Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde Emsbüren geworden. Bei vielen Anlässen, ob kirchlicher oder weltlicher Art, gestaltet sie den musikalischen Rahmen. Hierzu gehören (...) diverse Schützenfeste, Fronleichnam, Volkstrauertag und der Weihnachtsmarkt. Zudem findet jedes Jahr am 4. Advent das Turmblasen von der St. Andreas-Kirche mit Advents und Weihnachtsliedern statt.

(...) wird fortgesetzt  :-)

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Die Pro-Musica Plakette

Die PRO MUSICA – Plakette ist eine der höchsten Auszeichnungen, die einer Musikvereinigung in Deutschland heute verliehen werden kann. Gestiftet wurde die Plakette am 07.März 1968 durch den damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke.

Hierzu ein Auszug aus dem Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1968 Teil 1:

„(...) Als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben, stifte ich die PRO MUSICA – Plakette (...)“

Maßgeblich für die Verleihung ist der Nachweis des hundertjährigen Bestehens der Musikvereinigung. Dazu fügt die Kapelle ihrem Antrag einen kurzen geschichtlichen Abriss mit entsprechenden Belegen für die letzten 100 Jahre bei, und zwar in Abständen von 5 bis höchstens 10 Jahren.
Für die letzten 5 Jahre der Kapellengeschichte sind genauere Belege erforderlich, z.B. für jedes Jahr ein Konzertprogramm und datierte Presseberichte.
Ferner ist den Antragsunterlagen eine Bescheinigung der Gemeinde oder des Landkreises über die kulturelle Betätigung und die Verdienste um das instrumentale Musizieren in der Gemeinde beizufügen.

Der Antrag mit den Unterlagen wird sodann von der Kapelle dem jeweiligen Dachverband – dem Landesfeuerwehrverband – zur Prüfung vorgelegt. Nach eingehender Prüfung und Befürwortung leitet der Dachverband den Antrag mit eigener Stellungnahme an den Empfehlungsausschuss weiter. Der Empfehlungsausschuss besteht aus vier Mitgliedern, von denen je ein Mitglied bestellt wird von der Arbeitsgemeinschaft der Volksmusikverbände, dem Bund deutscher Liebhaberorchester, der Landeskultusministerkonferenz und vom Bundesinnenminister.

Um die bürokratische Wege auch voll auszuschöpfen, schlägt der Landeskultusminister nach Prüfung der Empfehlung dem Bundesinnenminister die Verleihung vor, der den Vorschlag dem Bundes-präsidenten zuleitet. Dieser unterzeichnet die Urkunde und leitet sie an den Landeskultusminister zur Aushändigung weiter.

Aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens hat der Musikzug den Antrag auf Verleihung der
PRO MUSICA – Plakette gestellt.

Im Jahr 2002 ist der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren eine von 47 Musikvereinigungen in DEUTSCHLAND, denen diese hohe Auszeichnung zuteil wurde.

In Niedersachsen wurden nur zwei Plaketten überreicht.

2002 waren im Deutschen Feuerwehrverband 1465 Musikzüge organisiert, von denen bislang nur 13 diese Auszeichnung erhalten haben.

Die Ehrenurkunde und die Plakette wurden dem Musikzug auf dem Kommersabend am 23. August 2002 durch den stellvertretenden Landrat und Landtagsabgeordneten Heinz Rolfes überreicht.



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